Sächsische Bibliotheksgesellschaft

Erinnerungskultur digital

Impulse, Herausforderungen, Strategien

 

Das Buch zur Tagung Erinnerungskultur digital ist ab Januar 2024 verfügbar

Aus dem Inhalt

  • Was heißt und will Erinnerungskultur digital
  • Analoge Erinnerungen im digitalen Zeitalter
  • Zu Erinnerungskultur und Erinnerungspolitik in er Tschechischen Republik
  • Zur Erinnerungskultur und den Fortschritten der Digitalisierung aus der Sicht der Stiftung Auschwitz-Birkenau
  • Digitale Erinnerungskultur und ihre ethischen Grundlagen
  • Wege und Mehrwerte der Vernetzung von Kulturdaten
  • Wie komen Digital Humanities und Citizen Science zusammen?
  • Citizen Sciene und Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)
  • Digitalsierung von Quellen für die hsitorisch-politische Bildung Sachsen
  • Die Deutsche Digitale Bibliothek als Platform für erinnerungskulturelle Quellen
  • Social Media und historisches Lernen
  • Gedenkstätte und Social Media
  • Kriterien und Potentiale digitaler Spiele für die historisch-politische Bildung
  • Digitale Spiele als Medien digitalerErinnerungskultur
  • Modelle partizipativer und nachhaltiger digitaler Erinnerungskultur
  • Erinnerungskultur digital - am Beispiel des WDR-Projekts "Stolpersteine NRW"
  • Zivilgesellschaftliche Perspektiven vernetzen Arbeiten bei der Entwicklung einer digitalen Erinnerungskultur
  • Mit dem Fahrrad auf den Spuren brauner Herrschaft in Dresden (Citizen-Science Projekt)
  • Verbrannte Orte. Idee, Ziele und Entwicklungen eines Citizen-Science-Projektes

 

Das Buch zur Tagung wird im Dezember 2023 gedruckt und im Januar 2024 ausgeliefert. Zur Verfügung steht dann die Verlagsausgabe des Thelem Universitätsverlags und eine Sonderauflage der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. 

 

Ab jetzt bestellbar beim Thelem Universitätsverlag oder der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung

Tagung Erinnerungskultur digital 2022

7.–8. Oktober 2022
Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)

Eröffnungsdiskussion in der Frauenkirche Dresden
Donnerstag, 6.  Oktober 2022, 19 Uhr

Ziele

Die Tagung will in sechs Workshops engagierte Bürger:innen, Initiativen und Institutionen zu einem Erfahrungsaustausch zusammenführen. Expert:innen beteiligen sich an den Diskussionen über die Digitalisierung der Erinnerungsarbeit und geben Impulse. Wie können erfolgreiche Projekte innovativ gestärkt, miteinander vernetzt und nachhaltig gesichert werden? Wie wollen wir die Digitalisierung und die Digitalität der Erinnerungskultur voranbringen?

Was uns motiviert

Das Engagement von zivilgesellschaftlichen Initiativen, von staatlichen Institutionen und vielen ehrenamtlich tätigen Bürger:innen für Geschichtsarbeit und Erinnerungskultur ist groß. Das Erinnern an die Fortschritte unserer Demokratie gehört wie das Gedenken an Menschen und Ereignisse in Zeiten der Diktatur und Gewaltherrschaft zu den Grundlagen unserer politischen Kultur.

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine zeigt die Brisanz des Themas: Krieg wird mit Waffen, aber auch mit Umdeutungen der Geschichte, mit Propaganda in den digitalen Medien geführt. Erinnerungskultur in einer Demokratie aber muss das Gegenteil anstreben: Notwendig sind zuverlässige Informationen und überprüfbares Wissen zur Geschichte, offener Umgang mit den Deutungen der Vergangenheit, die Stärkung individueller Verantwortung für die Sicherung demokratischer Werte und allgemeiner Menschenrechte. Erinnerungskultur soll ein Beitrag zur Völkerverständigung und zu guter Nachbarschaft sein.
   
Die dritte deutsche Nachkriegsgeneration ist die erste Generation der Digital Natives. Welche digitalen Formate wünschen wir uns für die Vermittlung von Geschichte? Die Herausforderungen sind zahlreich:

  • Die Zeitzeug:innen der Diktaturen des 20. Jahrhunderts werden weniger:
    Wie bleiben ihre Erzählungen und Zeugnisse digital präsent?
     
  • Durch Retrodigitalisierung stehen viele Bild-, Ton- und Textzeugnisse online zur Verfügung:
    Kommen die Quellen und Daten dort an, wo sie gebraucht werden? Was fehlt?
     
  • Geschichte beginnt vor der eigenen Haustür:
    Wie kann das Wissen vieler Einzelprojekte besser visualisiert und nachhaltig verbunden werden?
     
  • Digitalisierung und Digitalität ermöglichen neue Kooperationen:
    Wie können sich Initiativen mit Gedächtnis- und Gedenkeinrichtungen enger vernetzen?
     
  • Ehrenamtliche und Bürgerwissenschaften bereichern alle:
    Wie kann Citizen Science im Bereich der Erinnerungskultur gefördert werden?
     
  • Desinformation und Propaganda prägen Teile des Internet und der Social Media:
    Wie hält digitale Erinnerungskultur dagegen? Wie kann sie zu Quellenkompetenz und Informationssouveränität beitragen?

 

 

Finanzierung

Finanziert wird die Tagung vom Sächsischen Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung (SMJusDEG) und den kooperierenden Institutionen SLpB, SLUB, Stiftung Sächsische Gedenkstätten und Stiftung Frauenkirche Dresden.

Eine Kooperation von

   

   

   

© 2024 // Sächsische Bibliotheksgesellschaft - SäBiG

Satzung | Datenschutz | Impressum